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QuE-MRT startet in die nächste Phase: Fortschritte bei der Entwicklung quantenverbesserter MRT-Technologie in Deutschland

17.09.2026 / 09:00 CET/CEST
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 QuE-MRT startet in die nächste Phase: Fortschritte bei der Entwicklung quantenverbesserter MRT-Technologie in Deutschland 

  • BMFTR-gefördertes lighthouse project um zwei Jahre bis August 2028 verlängert
  • Entwicklung eines integrierten Workflows für die quantenverbesserte metabolische MRT
  • Gemeinsam mit den Partnern des QuE-MRT-Konsortiums treibt NVision POLARIS als quantenverbesserte MRT-Plattform zur klinischen Anwendung in Deutschland voran

Ulm, Deutschland, 17.September 2026 – NVision Quantum Technologies, ein Quantentechnologieunternehmen, gab heute bekannt, dass das vom deutschen Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geförderte Projekt QuE-MRT[1] um zwei Jahre bis August 2028 verlängert wurde. Als Teil dieses Konsortiums arbeitet NVision mit führenden deutschen Wissenschaftlern, klinisch tätigen Forschenden sowie Technologieunternehmen zusammen, um quantenverbesserte metabolische MRT in Richtung klinischer Anwendung in Deutschland weiterzuentwickeln.

Mit einem Projektvolumen von rund 20 Millionen Euro bündelt QuE-MRT Expertise aus den Bereichen Quantenwissenschaften, Chemie, medizinische Bildgebung, Ingenieurwesen und Regulatorik. Gemeinsam schaffen die Partner die Voraussetzungen für eine klinisch und kommerziell nutzbare End-to-End-Plattform zur Herstellung, Detektion und Visualisierung quantenverbesserter hyperpolarisierter MRT-Moleküle für biomedizinische Anwendungen. Damit legt das Projekt wichtige Grundlagen für die zukünftige klinische Anwendung von Bildgebungstechnologien der nächsten Generation in Deutschland.

Seit 2022 hat das Konsortium entlang des gesamten Workflows der hyperpolarisierten MRT bedeutende Fortschritte erzielt und zu mehr als 20 wissenschaftlichen Publikationen beigetragen. Die Partner konnten höhere Polarisationsgrade wichtiger metabolischer Moleküle erreichen, das Spektrum metabolischer Sonden erweitern, standardisierte Bildgebungs- und Rekonstruktionsmethoden entwickeln, präklinische Anwendungen an mehreren medizinischen Standorten demonstrieren und wichtige technische sowie regulatorische Grundlagen für die Überführung in die klinische Praxis schaffen.

Die hyperpolarisierte MRT ermöglicht die Visualisierung metabolischer Aktivität, indem sie das Signal spezieller Moleküle, die in den Körper eingebracht werden, vorübergehend verstärkt. Dadurch können Krankheitsprozesse in Echtzeit beobachtet und die Wirksamkeit von Therapien beurteilt werden – und das nicht nur anhand von Veränderungen der Gewebestruktur oder -größe.

„QuE-MRT bringt die entscheidende Expertise zusammen, die notwendig ist, um skalierbare Quanteninnovationen in konkrete medizinische Anwendungen zu überführen. Genau diese Verbindung von Wissenschaft, Technologie und Medizin macht das Projekt so besonders“, sagte Dr. Sella Brosh, CEO und Mitgründer von NVision Quantum Technologies. „Mit der Unterstützung des BMFTR können wir auf den bisherigen Fortschritten aufbauen und die hyperpolarisierte MRT weiter in Richtung klinischer Anwendung entwickeln.“

Fortschritte entlang der gesamten Plattform

QuE-MRT entwickelt nicht nur eine einzelne Technologie oder ein einzelnes Gerät. Die Partner arbeiten entlang des gesamten Prozesses, von der Herstellung hyperpolarisierter Moleküle bis zur Erfassung und Auswertung ihrer Signale mittels MRT.

  • Stärkere Signale und neue metabolische Sonden: Das Konsortium hat den quantenbasierten Prozess zur Verstärkung der Signale metabolischer Moleküle wie Pyruvat weiterentwickelt. Die Arbeiten haben ermöglicht, die Polarisierung auf klinisch relevante Größenordnungen zu skalieren und den Ansatz auf weitere metabolische Sonden auszuweiten, darunter (Z)-Oxomalonat-Derivate (Z-OMPD), α-Ketoglutarat (α-KG), α-Ketoisocaproat (α-KIC) und Acetoacetat. Unterschiedliche Sonden können Einblicke in verschiedene biologische Prozesse liefern und ermöglichen es der Technologie potenziell, ein breiteres Spektrum an Forschungsfragen zu adressieren.
  • Stärker standardisierte Bildgebung: Messungen mit hyperpolarisierter MRT können durch Unterschiede bei MRT-Systemen, Bildgebungssequenzen, Kalibrierung, Rekonstruktion und Datenanalyse beeinflusst werden. Dadurch lassen sich Ergebnisse verschiedener Forschungsstandorte teilweise nur schwer direkt vergleichen. Die Bildgebungspartner haben deshalb Methoden entwickelt, die standort- und systemübergreifend eingesetzt werden können. Dazu gehören gemeinsame Bildgebungssequenzen, Kalibrierungswerkzeuge, Referenzstandards, Rekonstruktionsverfahren und Methoden zur Datenanalyse für präklinische wie auch klinische MRT-Systeme. Eine stärkere Standardisierung erleichtert den Vergleich von Ergebnissen zwischen Institutionen und schafft wichtige Voraussetzungen für größere multizentrische klinische Studien.
  • Fortschritte in der präklinischen Forschung: Das Konsortium hat präklinische Anwendungen der hyperpolarisierten metabolischen Bildgebung an drei medizinischen Standorten demonstriert. POLARIS, die Hyperpolarisationstechnologie von NVision, wurde dabei eingesetzt, um die Technologie gemeinsam mit den Partnern in realen Workflows der metabolischen Bildgebung und für verschiedene Forschungsanwendungen zu erproben.
  • POLARIS auf die Überführung in die klinische Praxis vorbereiten: In enger Zusammenarbeit mit Zulassungsbehörden, klinischen Partnern und weiteren Akteuren im Gesundheitswesen entwickelt das Konsortium die POLARIS-Plattform von NVision in Richtung eines regulatorisch konformen klinischen Systems weiter. Die Partner haben wichtige Fortschritte bei der Entwicklung eines klinisch einsetzbaren PHIP-basierten Hyperpolarisationsprozesses erzielt. Dazu gehören Arbeiten zur Skalierung der Dosis, zur Aufreinigung, zur Qualitätssicherung, zur sterilen Produktion und zur Einbindung in standardisierten klinischen Arbeitsabläufen. Diese Fortschritte sind ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem künftigen Einsatz im deutschen Gesundheitswesen.

Ein Netzwerk mit einem gemeinsamen Ziel

Eine der zentralen Stärken von QuE-MRT ist das interdisziplinäre Netzwerk des Projekts. QuE-MRT bringt führende Universitäten und ihre jeweiligen Universitätskliniken zusammen, darunter die Technische Universität München, die Universität Ulm und die Universität Freiburg. Weitere Partner bringen Expertise in Quantenkontrolle, MRT-Technologie, spezialisierter Hardware, Engineering und Systemintegration ein. NVision koordiniert das Projekt und bringt seine Expertise in den Bereichen quantenbasierte Hyperpolarisierung, die Entwicklung von POLARIS sowie die Skalierung von Produktions- und Anwendungsprozessen ein.

„Was QuE-MRT besonders auszeichnet, ist die enge Zusammenarbeit eines interdisziplinären Teams, das die hyperpolarisierte MRT gemeinsam in Richtung klinischer Anwendung weiterentwickelt“, sagt Prof. Dr. Franz Schilling, Professor für Biomedizinische Magnetresonanz an der Technischen Universität München. „Diese Zusammenarbeit kann das Feld entscheidend voranbringen und damit nicht nur der Wissenschaft, sondern letztlich auch Patientinnen und Patienten zugutekommen.“

Durch die Verbindung wissenschaftlicher Expertise, klinischer Erfahrung und industrieller Entwicklung schaffen die Partner gemeinsam die Voraussetzungen für Fortschritte, die eine einzelne Organisation allein nur schwer erreichen könnte.

Vorbereitung auf die nächste Phase

Die in QuE-MRT erzielten wissenschaftlichen und technischen Fortschritte schaffen nun die Grundlage für den nächsten Schritt: die Weiterentwicklung der Technologie hin zur klinischen Anwendung in Deutschland.

Aufbauend auf der engen Zusammenarbeit mit Krankenhausapotheken, klinischen Partnern, Regulierungsexperten und den zuständigen deutschen Behörden wird das Konsortium die POLARIS-Plattform, die zugehörigen Produktionsprozesse und das notwendige Ökosystem weiterentwickeln, um die hyperpolarisierte metabolische Bildgebung näher an die klinische Anwendung zu bringen.

Die zweijährige Verlängerung ermöglicht es den universitären und klinischen Partnern, die präklinische Forschung fortzuführen, neue hyperpolarisierte Sonden zu untersuchen und die Vorbereitung zukünftiger klinischer Studien weiter voranzutreiben. Darüber hinaus unterstützt sie die Entwicklung eines regulatorisch konformen klinischen POLARIS-Systems einschließlich der dafür erforderlichen Prozesse.

QuE-MRT zeigt, wie langfristige öffentliche Förderung wissenschaftliche Forschung mit technischer Entwicklung und medizinischer Anwendung verbinden kann. Das Projekt hat bereits wichtiges Wissen, neue Methoden und Infrastruktur geschaffen. In der nächsten Phase wird das Konsortium auf diesen Fortschritten aufbauen und die Fähigkeiten und Expertise Deutschlands im Bereich der quantenverbesserten metabolischen Bildgebung weiter stärken.

QuE-MRT project atlas | NVision POLARIS | QuE-MRT progress in quantum-enhanced MRI in Germany

Über NVision Quantum Technologies

NVision ist ein Quantentechnologieunternehmen mit Schwerpunkt auf biomedizinischen Anwendungen und tiefgreifender Expertise in der Entwicklung und Kontrolle der Quanteneigenschaften organischer Moleküle. Dieser Ansatz bildet die Grundlage sowohl der quantenverbesserten MRT-Plattform POLARIS, die Echtzeit-Messungen von Stoffwechselprozessen auf Standard-MRT-Systemen ermöglicht, als auch der Quantencomputing-Plattform Photonic Integrated Quantum Circuits (kurz PIQC, gesprochen „Pixie“). Gemeinsam helfen diese Fähigkeiten, die Lücke zwischen dem Verständnis von Krankheiten und der Entwicklung wirksamer Therapien zu schließen. NVision wurde 2015 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Ulm. Zu den Investoren zählen Playground Global, Entrée Capital, Matterwave/b2venture, Lauder Partners, Pathena Investments, die Europäische Investitionsbank und weitere. Weitere Informationen finden Sie unter nvision-quantum.com.

 

[1] QuE-MRT wird vom deutschen Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt im Rahmen der Fördermaßnahme “ Leuchtturmprojekte der quantenbasierten Messtechnik zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen“ gefördert

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